Schweißen

Unter dem Begriff Schweißen versteht man das unlösbare Verbinden von zwei oder mehreren Werkstücken durch hohen Druck oder hohe Temperaturen. Die älteste Methode ist das Schweißen mit Feuer. Das Schweißen mit Feuer wurde schon seit dem Altertum verwendet, um Metalle zu bearbeiten. Bei dieser Methode wird das Metall nicht in einen flüssigen Zustand überführt, sondern es wird lediglich soweit erwärmt, dass es weicher wird und sich in weiteren Arbeitsschritten besser bearbeiten lässt. Nachdem das Metall aus dem Feuer genommen wurde, schlug der Schmied mit einem Hammer auf das Werkstück und verschweißte so das Metall. Beim Schweißen mit Feuer musste besonders darauf geachtet werden, dass das Metall beim Schweißen nicht oxidiert. Dafür wurde spezieller Flusssand benutzt. Dieser Sand war sehr feinkörnig und musste eine ganz spezielle Schmelztemperatur haben, wodurch es schwierig wurde, einen solchen Sand zu finden.

Die heutigen Methoden für das Schweißen sind zumeist das autogene Schweißen und das Schweißen durch einen Lichtbogen mit oder ohne Zuhilfenahme von einem Schutzgas. Beim autogenen Schweißen werden die Werkstücke durch ein die Verbrennungsgase eines Gemisches von zumeist Acetylen und Sauerstoff verflüssigt und dadurch verbunden. Dabei wird oft ein Schweißdraht benutzt, der als Zusatz in die Schmelze gegeben wird. Die Flamme schirmt das Schweißbett vor Oxidation ab. Beim Schweißen mit einem Lichtbogen wird durch elektrischen Strom ein Lichtbogen erzeugt, der die nötige Hitze erzeugt, um den Werkstoff zu schmelzen. Auch hier wird ein Schweißdraht benutzt, die sogenannte Elektrode, da durch sie der Schweißstrom fließt. Wird ein Schutzgas eingesetzt, so schirmt dieses die Schweißstelle vor dem Oxidation verursachenden Sauerstoff ab. Typische Schweißverfahren mit einem Schutzgas sind das MIG-Schweißen, das MAG-Schweißen und das WIG-Schweißen. Beim Schweißen ohne Schutzgas ist die Elektrode ummantelt und gibt beim Schweißen ein Gas ab, das die Schweißstelle schützt. Außerdem bildet sie nach dem Schweißen eine schützende Schicht aus Schlacke.